Bad Wurzach - An zwei Tagen bekamen die 21 Schüler der beiden Schulen im Alter zwischen 14 und 15 Jahren von Polizeioberkommissar Uwe Müller von der Präventionsstelle Ravensburg, der dabei von seinem Friedrichshafener Kollegen Polizeihauptmeister Achim Kruzinski unterstützt wurde, das nötige Rüstzeug vermittelt, um in „ihrem" Bus den Busfahrer zu entlasten und für Ordnung zu sorgen sowie bei Konfliktsituationen schlichtend einzugreifen.

Wer einmal eine Fahrt in einem vollbesetzten Schulbus miterlebt hat, weiß, was diese Jugendlichen später leisten müssen. Da wird schon bevor der Bus kommt gerangelt, Müll landet nicht im entsprechenden Behälter. Und manchmal wird es auch gefährlich, wenn Jugendliche ihre Energie für kriminelle Zwecke aufwenden, etwa das Klauen der Nothämmer, die dann im Ernstfall fehlen.

Dafür haben die Jugendlichen, in der Mehrzahl Mädchen, an diesen zwei Tagen fleißig in Rollenspielen alle möglichen Szenarien durchgespielt und geübt, um dann für den Fall der Fälle gerüstet zu sein.
„Am ersten Tag war es noch ein wenig schwierig, die Jugendlichen wirkten noch etwas schüchtern, " erzählt POK Müller, der solche Lehrgänge an 29 Schulen im ganzen Landkreis durchführt. „Doch am zweiten Tag gingen sie voller Selbstbewusstsein und wie selbstverständlich in die Situationen hinein."
Denn durch die Busbegleiter können die Schulbusunternehmen auch viel Geld sparen, wenn Schäden vermieden werden können. So lernten die Jugendlichen unter anderem, wie sie Auseinandersetzungen vermeiden oder entsprechende Situationen beruhigen können. Aber auch wie sie helfend eingreifen können, wenn es einem ihrer Mitfahrer schlecht geht.
Verdienter Lohn für den Mut, Zivilcourage zu beweisen und dafür Sorge zu tragen, dass die Fahrt mit dem Schulbus stressfreier wird, war dann eine Urkunde und ein Berechtigungsausweis.
Übergeben wurden die Dokumente von Ute Ehrmann vom Busunternehmen Ehrmann, das zukünftig von den Schulbusbegleitern profitieren wird. Dafür stellte das Unternehmen für den praktischen Teil des Lehrganges kostenlos einen Bus samt Fahrer zur Verfügung und sorgte auch für das leibliche Wohl der Kursteilnehmer. Franziska Matischok von der Werkrealschule wird am Schulzentrum ordentliche Ansprechpartnerin für die Busbegleiter sein.

Mit in die Schar der Gratulanten reihten sich auch Julia Kiebler und Dietmar Schiller, die Schulleiter von Werkrealschule und Realschule ein, denn auch die Schulen sind Nutznießer, wenn ihre Schüler ausgeruht und ohne Stress zur ersten Stunde erscheinen.


Bericht und Bild Uli Gresser

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